Jüdisches Museum der Nordpfalz Winnweiler

Lernen Sie die bewegte und bewegende jüdische Geschichte der Nordpfalz kennen. Themenschwerpunkte der Dauerausstellung sind das nordpfälzische Dorf- und Kleinstadt-Judentum, dessen geschichtliche Entwicklung von der Römerzeit bis zur Deportation im 2. Weltkrieg sowie Aspekte jüdischen Glaubens und jüdischen Lebens. Die Installation eines Sabbattisches am Freitagabend und eine Original-Thora-Rolle aus dem 18. Jahrhundert sind die Höhepunkte der Ausstellung.

Einer der größten jüdischen Friedhöfe der Pfalz mit einer einfachen ländlichen, aber sehr ansprechenden Friedhofshalle befindet sich ebenfalls in Winnweiler.

Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist der interessanten Geschichte Winnweilers und seines Umlandes, beginnend mit der Vor- und Frühgeschichte, gewidmet. Computerpräsentationen, selbsttätig anlaufende Diaserien und Videos, Sonderausstellungen, Vorträge, Exkursionen und andere Veranstaltungen bereiten die Schwerpunktthemen auf und bieten zusätzliche Informationen.

Das Museumsgebäude selbst hat eine reiche Geschichte. Es geht auf die im 17. Jh. gegründete Amtsschreiberei des benachbarten Winnweilerer Schlosses zurück. In der französischen Zeit ab 1797 waren die französische Verwaltung und das 1798 gegründete Winnweilerer Notariat hier untergebracht. Um die Mitte des 19. Jh. wurde das Gebäude Domizil des Casinovereins und hier trafen sich dann die Winnweilerer Honoratioren zum abendlichen Plausch, zum Lesen, Billardspiel und zum Kegeln. Aber auch Konzerte, Tanzabende und andere Vergnügungen fanden hier statt. Die Nutzung duch den Casinoverein war während des 1. Weltkrieges stark eingeschränkt. In dieser Zeit (konkret ab 1914 bis 1920) befand sich in der benachbarten Turnhalle ein Kriegslazarett, das vom Winnweilerer Frauenverein des Deutschen Roten Kreuzes betreut wurde. Auch das Casino war hier einbezogen. 1935 - in die NS-Zeit - musste sich der Casinoverein auflösen. Das Gebäude ging in diesem Zusammenhang in das Eigentum der Gemeinde über, die es für kulturelle Zwecke nutzen sollte. Bis Kriegsende diente es der Hitlerjugend und der NSDAP. Nach dem 2. Weltkrieg war für wenige Jahre die Druckerei Giloi hier untergebracht und im übrigen wurde das Anwesen zu Wohnzwecken genutzt. Die Räume im Obergeschoß waren für einige Jahre dem Ortsverband des DRK zur Nutzung überlassen worden.

Kontakt

Schloßstraße 37
67722 Winnweiler
Tel: 06302 1256
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Web: www.jüdisches-museum-winnweiler.de 

Öffnungszeiten

Jeder 2. und 4. Sonntag im Monat immer von 14.30 bis 17.30 Uhr (nach Vereinbarung auch andere Termine).
An Doppelfeiertagen (Weihnachten, Ostern, Pfingsten) und wenn ein Feiertag auf Samstag oder Montag fällt, ist das Museum immer nur am zweiten Tag geöffnet.

Winterpause:
Von Januar bis einschließlich März.
In dieser Zeit kann die eine oder andere Sonderveranstaltung stattfinden.

Für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage auch andere Termine.